evangelische Kirche in Grävenwiesbach

Über den Ort

Am nördlichen Rand des Taunus und der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main liegt die Gemeinde Grävenwiesbach, in deren sechs Ortsteilen etwa 5.500 Menschen leben. Wie archäologische Funde im Ortsteil Naunstadt belegen, war das Gebiet bereits in keltischer und germanischer Zeit bewohnt, erstmals urkundlich erwähnt wurde Grävenwiesbach als „Wiesinbach“ im Jahr 1280. Die Gemeinde und die sie umgebenden Ausbauorte lebten lange in erster Linie von der Land- und Forstwirtschaft, im heutigen Ortsteil Laubach wurden aber bis zum Ersten Weltkrieg im örtlichen Bergwerk auch Kupfer, Blei, Zink und Eisen gefördert. Nach 1945 änderte sich die wirtschaftliche Struktur des Ortes deutlich, durch die Ansiedlung verschiedener Industrieunternehmen avancierte Grävenwiesbach zum „Ruhrgebiet des Usinger Landes“, noch heute sind einzelne Unternehmen aus Maschinenbau und Feinmechanik vor Ort ansässig.

Die Lage des Ortes, nur 40 Kilometer von der Finanzmetropole Frankfurt entfernt und doch landschaftlich reizvoll am Taunus gelegen, hat Grävenwiesbach in den letzten Jahren attraktiv gemacht für Pendler, die das Arbeiten in der Metropole und das Wohnen im Grünen verbinden möchten. Nicht zuletzt deshalb ist die Einwohnerzahl in den vergangenen 30 Jahren um mehr als ein Viertel gestiegen.

Die jahrhundertelange Prägung durch Land- und Forstwirtschaft zeigt sich bis heute darin, dass mehr als die Häfte des Gemeindegebietes bewaldet ist und ein weiteres Drittel landwirtschaftlich genutzt wird. Mit dem Bau des Windparks Siegfriedeiche knüpft Grävenwiesbach an die lange Tradition an, mit und von dem Wald zu leben, der schon immer wirtschaftlich genutzt wurde. Zugleich bekennt sich der Ort dazu, nicht nur von der Metropolregion zu profitieren, sondern auch seinen Beitrag zur Energieversorgung der Banken und Industriebetriebe zu leisten.

Die evangelische Kirche in Grävenwiesbach