Fragen-Antworten zu Windenergie

Fragen & Antworten

Unsere Zusammenstellung häufig gestellter Fragen und der entsprechenden Antworten gibt Ihnen eine Fülle zusätzlicher Informationen zum Thema.

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Die Windenergieanlagen werden automatisch in den Wind gedreht, wenn sich die Windrichtung ändert. Nur so kann die Energie des Windes effektiv genutzt werden. Auf den Maschinenhäusern sind Windmessgeräte angebracht, die die Informationen an die im Maschinenhaus befindlichen Motoren weitergeben, die die Gondel ausrichten.

Nach dem aktuellen Stand der Planung gehen wir von der Errichtung von sechs Windenergieanlagen aus. Bis zur oberen Flügelspitze werden die Anlagen nach jetzigem Stand der Planung 199 Meter hoch sein. Die Nabe sitzt auf einer Höhe von 139 Metern.

Die Windwärts Energie GmbH hat mit der Gemeinde Grävenwiesbach und mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst einen Vertrag zur Nutzung von Flächen geschlossen. Die Verträge gestatten es Windwärts, auf den vorgesehenen Flächen Windenergieanlagen zu planen, zu realisieren und zu betreiben. Zu dem Vertrag mit der Gemeinde Grävenwiesbach gehört auch die Vereinbarung, dass Windwärts der Gemeinde eine der Anlagen anbietet, um ihr und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine finanzielle Beteiligung am Windpark zu ermöglichen. Eine endgültige Entscheidung hierüber ist seitens der Gemeinde noch nicht getroffen worden. Den übrigen Teil der Anlagen wird Windwärts selbst betreiben oder ausgewählten Investoren anbieten. Eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit stünde dabei für Windwärts an erster Stelle.

Durch das umfangreiche Gesetzgebungsverfahren werden mögliche negative Auswirkungen verhindert oder minimiert. Um eine Bau- und Betriebsgenehmigung für Windenergieanlagen zu erhalten, müssen die Planer anhand von Gutachten nachweisen, dass die Anlagen die Bevölkerung in der Umgebung nicht beeinträchtigen.
Unabhängige Gutachter haben unter anderem untersucht, ob die Menschen von Geräuschen, die von den Anlagen ausgehen, oder durch den Schattenwurf der Rotorblätter belästigt werden können. Eine Genehmigung zum Bau der Anlagen kann nur erteilt werden, wenn gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte eingehalten werden.

Nach den Vorgaben der Raumordnung müssen die Anlagen mindestens 1.000 Meter von Ortschaften (geschlossener Wohnbebauung) und 600 Metern von Einzelhäusern entfernt sein. Die Anlagen im Windpark Siegfriedeiche werden sogar mindestens 900 Meter von den nächstgelegenen Einzelhäusern entfernt stehen.

Damit die Windenergieanlagen genehmigt werden können, müssen sie im Betrieb die in der Technischen Anleitung (TA) Lärm festgelegten Richtwerte für Schallimmissionen einhalten. Das heißt, dass die Geräusche, die bei den Anwohnern (außerhalb des Hauses) ankommen, nachts die folgenden Werte (in Dezibel (A)) nicht überschreiten dürfen. Entscheidend ist dabei das den Anlagen am nächsten stehende Wohngebäude:

  • in Dorf- und Mischgebieten 45 dB(A) – entspricht einer leisen Unterhaltung
  • in allgemeinen Wohngebieten 40 dB(A) – entspricht einem nahem Flüstern
  • in reinen Wohngebieten 35 dB(A) – entspricht dem Geräuschpegel in einer Bibliothek

Entgegen der vielfach gehörten Behauptungen ist eine Gesundheitsgefährdung durch von Windenergieanlagen ausgehenden Infraschall nicht belegt. Die subjektiv empfundene Belästigung durch Windenergieanlagen steht nachweisbar nicht im Zusammenhang mit den tatsächlichen Schallimmisionen durch die betreffenden Anlagen, sondern eher mit der persönlichen Einstellung gegenüber der Windenergie im Allgemeinen und den sichtbaren Anlagen im Besonderen.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema bietet das „Faktenpapier Windenergie und Infraschall“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Es ist durch keine Untersuchung oder statistische Erhebung belegt, dass der Wert von Immobilien oder Grundstücken in der Nähe eines Windparks dauerhaft sinkt. Experten zufolge werden Wert und Preisentwicklung von Immobilien von ökonomischen und demografischen Einflüssen dominiert und nicht durch Windkraftanlagen in einigen hundert Metern Entfernung. Ein kurzfristiger Rückgang ist möglich, wird aber durch Warnungen vor einem Wertverlust selbst herbeigeführt, weil diese potenzielle Käufer abschrecken.

Die Gemeinde hat zum einen gewisse rechtliche Aufgaben und Möglichkeiten. Im Rahmen der überregionalen Bauleitplanung wird der regionale Flächennutzungsplan für das Verbandsgebiet des Regionalverbands FrankfurtRheinMain beschlossen. Darin eingeschlossen ist auch das Gebiet der Gemeinde Grävenwiesbach. Die Gemeinde wurde im Rahmen des Aufstellungsverfahrens als Träger Öffentlicher Belange (TÖB) am Verfahren beteiligt.

Darüber hinaus hat die Gemeinde in den Verhandlungen mit dem Projektentwickler eine Beteiligung der Gemeinde sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger an den Windenergieanlagen zur Bedingung für die Auftragsvergabe gemacht und arbeitet gemeinsam mit Windwärts am dafür passenden Konzept.

Durch die Pachterlöse erhält die Gemeinde Grävenwiesbach bereits ab der ersten Kilowattstunde Einnahmen aus dem Betrieb des Windparks. Außerdem werden mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuern an die Gemeinde fließen, die aus dem Betrieb des Windparks fällig werden. All diese Einnahmen kommen über den Gemeindehaushalt indirekt den Bürgern zu Gute.
Eine direkte finanzielle Beteiligung der Bürger an den Anlagen und damit ihre Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg des Windparks wird im Rahmen der Planungen ebenfalls geprüft. Sobald ein Beteiligungsangebot feststeht, wird es den Bürgern vorgestellt.

Die Windenergieanlagen werden von Grävenwiesbach aus zu sehen sein, allerdings nicht von überall. Wie der Windpark von den Orten rundherum aus nach der Errichtung aussehen kann, zeigen einige Visualisierungen.

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Windenergieanlagen sind in Deutschland nur dann zulässig, wenn die Planer durch unabhängige Gutachten nachweisen können, dass ansässige Tiere nicht in ihrem Bestand gefährdet werden. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Betrieb der Anlagen einzelne Vögel oder auch Fledermäuse zu Tode kommen. Dieses Risiko kann aber auf Grundlage der Gutachten minimiert werden, zum Beispiel durch das Streichen oder Verschieben einzelner Anlagen, Abschaltzeiten oder Ausgleichsmaßnahmen, die gezielt bestimmten Tierarten zu Gute kommen. Mögliche Gefährdungen hängen in erster Linie vom Standort und dem Aufstellungskonzept ab. Gut geplante Windenergieanlagen sind also für Tiere kaum gefährlich. Stromleitungen, Eisenbahn- und Straßenverkehr und vor allem die industrialisierte Landwirtschaft sind weitaus gefährlicher für Vögel.

Während der etwa neun Monate andauernden Bauphase des Windparks können Störungen des Wildes durch Rodungsarbeiten und Baustellenverkehr nicht vermieden werden. Vom Betrieb der Anlagen geht keine Gefahr für die Tiere aus, weshalb sie sich auf Dauer nicht gestört fühlen. Zum Teil nutzen die Wildtiere die verbleibenden Freiflächen sogar als Äsungsflächen. Für das Niederwild hat das Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover in einer Studie festgestellt, dass die Tiere nicht gestört werden und das Umfeld der Anlagen nicht meiden.
 Entsprechende umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen auf das Hochwild gibt es noch nicht. Die an anderen Standorten von Jägern gemachten Erfahrungen legen aber nahe, dass auch das Hochwild nicht vergrämt wird und sich schnell an die Anlagen gewöhnt. Darüber hinaus können durch Ausgleichsmaßnahmen neue und sicherere Lebensräume für das Wild geschaffen werden.

Jede einzelne Windenergieanlage an der Siegfriedeiche wird voraussichtlich etwa 6,3 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Wird die geplante Anzahl von sechs Anlagen errichtet, wird der gesamte Windpark also ca. 42 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 14.000 Haushalten. Dadurch könnte pro Jahr der Ausstoß von mehr als 32.500 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Der Strom wird vollständig in das Mittelspannungsnetz eingespeist. Dafür werden unterirdische Kabel von den Windenergieanlagen zum Umspannwerk in Laubach verlegt.

Wenn genug Wind weht, laufen die Anlagen rund um die Uhr. Die Windgeschwindigkeit muss einen Mindestwert erreichen, damit die Anlagen anlaufen oder weiterlaufen. Diese so genannte Einschaltgeschwindigkeit variiert leicht, je nach verwendetem Anlagetyp. Es kann aber auch vorkommen, dass einzelne Anlagen trotz genügend Windangebot für eine gewisse Zeit abgeschaltet werden. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Die Windenergieanlagen werden regelmäßig gewartet. Während des Aufenthalts der Betriebsführer und Service-Teams in der Anlage wird diese natürlich abgeschaltet. Außerdem kann es wie bei allen Maschinen auch bei einer Windenergieanlage vorkommen, dass Reparaturen notwendig sind, auch dann steht sie still.
  • Grundsätzlich können einzelne Windparks auch abgeschaltet werden, um eine Überlastung der Stromnetze zu vermeiden. Angesichts der noch recht geringen Zahl der Windenergieanlagen in Mittel- und Südhessen, der gut ausgebauten Netze in der Region und des hohen Strombedarfs der Rhein-Main-Region ist eine solche Überlastung in der Region aber nicht zu erwarten.
  • Ebenso kann es aus Gründen des Naturschutzes zu Abschaltzeiten kommen, etwa in der Dunkelheit, um Fledermäuse zu schützen.

Ein Windpark wird in der Regel für eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren geplant, das entspricht dem Zeitraum, für den feste Einspeisevergütungen garantiert werden. Technisch können die Anlagen auch länger laufen, ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, müssen dann die Eigentümer entscheiden.

Der Betreiber der Anlagen ist auch für den Abbau zuständig. Innerhalb von sechs Monaten nach Einstellung des Betriebs müssen die Anlagen vollständig zurückgebaut und der ursprüngliche Zustands des Geländes wieder hergestellt sein. Für Standorte im Wald bedeutet das, dass die Flächen wieder aufgeforstet werden. Die Anlagen werden dann entweder zur weiteren Nutzung an anderen Standorten verkauft oder der Verwertung zugeführt.

Um den Rückbau sicherzustellen, muss der Betreiber der Genehmigungsbehörde Bankbürgschaften vorlegen, ansonsten kann die Anlage nicht genehmigt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass der Rückbau auch dann erfolgen wird, wenn der Betreiber nach Ablauf der Nutzungsdauer der Anlagen nicht mehr existieren sollte.

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