Schall und Schatten

Schallimmission

Windenergieanlagen müssen die Vorgaben der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einhalten, damit sie eine Baugenehmigung bekommen. In der TA Lärm wird genau geregelt, wie viel von den Geräuschen einer Gewerbe- oder Industrieanlage (oder eben einer Windenergieanlage) in unterschiedlichen Gebieten zu hören sein darf.

Im Außenbereich (Immissionspunkte C, E, H, J) und bei Dorf- und Mischgebieten wie in Dietenhausen (Immissionspunkte  G, I) darf nachts die Grenze von 45 dB (A) nicht überschritten werden. Dieser Wert entspricht ungefähr der Lautstärke einer ruhigen Unterhaltung. Für allgemeine Wohngebiete wie in Hasselborn (Immissionspunkte  A, B, D, L, M, N) oder am Rand von Grävenwiesbach (Immissionspunkte  F, K) liegt der entsprechende Höchstwert bei 40 dB (A). Das ist in etwa der Geräuschpegel, den eine sehr leise Unterhaltung hat.

Externes Schallgutachten

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens hat ein externer Fachgutachter eine Schallimmissionsprognose erstellt, deren Ergebnis als Kartendarstellung auf der rechten Seite zu sehen ist. Wie geplant können die relevanten Grenzwerte in den umliegenden Orten eingehalten werden. Das Schallgutachten liegt der Genehmigungsbehörde zur Überprüfung vor.

Schallprognose des unabhängigen Gutachterbüros plan-GIS GmbH.
Schallprognose des unabhängigen Gutachterbüros plan-GIS GmbH.

Schattenwurf

Der potenzielle Schattenwurf durch die Anlagen wird ebenfalls im Vorfeld durch unabhängige Gutachter geprüft. Wohnhäuser dürfen unter der theoretischen Annahme eines andauernd wolkenlosen Himmels höchstens 30 Stunden pro Jahr sowie 30 Minuten pro Tag dem Schattenwurf einer Windenergieanlage ausgesetzt sein.

Externes Schattenwurfgutachten

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens hat ein unabhängiger Fachgutachter eine Schattenwurfprognose erstellt. Das Gutachten hat ergeben, dass für einzelne Wohnhäuser in Hasselborn der oben erläuterte theoretische Wert überschritten werden kann. In unserer Planung berücksichtigen wir daher die vom Gutachter empfohlene Verwendung einer Abschaltautomatik zur Einhaltung der Richtwerte für den Schattenwurf, damit wird die Einhaltung der Richtwerte sichergestellt. Konkret bedeutet das, dass niemand länger als 30 Minuten pro Tag und acht Stunden pro Jahr dem Schattenwurf ausgesetzt sein kann. Das Schattenwurfgutachten liegt der Genehmigungsbehörde zur Überprüfung vor.